Der Stil des Mannes – Gentleman, Dandy und Herr der Zeit

Die Laufsteggeschehnisse der letzten Jahre in Paris, London, Mailand und New York und der Streetstyle zeigen eines deutlich: Das bürgerliche Modeverbot des Mannes, der sich nicht zum Spektakel macht, sondern das der Dame an seiner Seite überlässt, ist vorbei.

Der Gentleman zeichnete sich durch perfekte Umgangsformen aus und betrachtete die Auflehnung gegen die Ästhetik als unverzeihlichen Fauxpas. Äußerlich überlegene Zurückhaltung, innerlich das Feuer der Phantasie. Sein gesetztes Gebaren offenbarte – und tut es auch heute – Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit. Der schnelllebigen Oberflächlichkeit kann er nichts abgewinnen. Der Anzug ist das Attribut eines antiken Helden, der seinen Eros lauernd beherrscht.

Nicht so der Dandy, der sein Leben spielt und es nicht leben kann. Er ist ein Mensch ohne Aufgabe und sieht in den Blicken der anderen nur sich selbst. Der Mann der freien Republik hingegen ist in den frühen Jahren Giorgio Armanis in Leinenanzügen auf den Laufsteg getreten. Wie der Earl von Winchester sah er nicht aus, als seien seine Anzüge neu. Er stellt klar, dass, seine Finger im Garten schmutzig zu machen, weit weniger anstößig ist, als sie in schmutzigen Geschäften sauber zu halten. Sein Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung der Welt versteckt er nicht länger im uniformen Anzug. Er ist Herr seiner Zeit. Heute dominiert daneben der starke Outsider die Laufstege, der mit seinem natürlichen Selbstbewusstsein weder Status noch Eleganz braucht. Er ist. Die eigentliche Visitenkarte eines Mannes bleibt jedoch sein Gang.

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