Der Maximalismus ist ein nimmersatter unbekümmerter Schelm.
Er ist eine permanente Herausforderung, weil sich jedem Muster ein Kontrapunkt hinzufügen lässt und jede Farbe einen weiteren Kontrast erbittet. Damit der Geist nie ermüdet.
Der Maximalismus liebt runde Tische mit Tischdecken, gerne auch bis zum Boden, und zahlreiche kleine verrückbare Möbel.
Denn er lebt davon, alles immer wieder neu arrangieren zu können, um wieder neue Effekte heraufzubeschwören und den Kult der raffinierten Überraschung zu feiern.
Ein Stil mit Spiel. Aber Maximalismus heißt nicht Firlefanz.
Wenn viel Gold dabei ist und der Tenor dunkler und dramatischer wird, driftet er ab ins Dekadente und wird dann männlich.